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Auf diesen Seiten erhalten Sie Informationen über die Arbeit des Katholikenrates im Bistum Osnabrück, seine Zusammensetzung und seine inhaltlichen Schwerpunkte.

Gast der Landessynode

Auf Einladung des Präsidenten der Evangelisch-Lutherischen Landessynode Dr. Matthias Kannengießer nahmen die Vorsitzende des Katholikenrates Osnabrück, Katharina Abeln und der Geschäftsführer, Franz-Josef Tenambergen erstmals an einer Sitzung der Landessynode teil. Die Vorsitzende des Katholikenrates versteht diese Einladung als starkes ökumenisches Signal und freut sich über das Interesse an einer engeren Verbindung und Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Gremien der Mitverantwortung in der evangelischen und katholischen Kirche. Zugleich anwesend war auch Claus-Dieter Paschek, der Vorsitzende des Diözesanrates Hildesheim.

Evangelisch-Lutherischen Landessynode


Fahrt des Katholikenrates mit Bischof Dr. Bode nach Dresden

Katholikenrat on tour

35 Mitglieder des Katholikenrates verbrachten in der Woche nach Ostern eine spannende und erlebnisreiche Zeit in die östliche Region von Deutschland. Gemeinsam mit Bischof Bode, Domdechant Lüttel und Domkapitular Silies unternahm der Katholikenrat eine Pastoralfahrt nach Dresden.
Nicht nur die Spuren Martin Luthers, die uns im Gedenkjahr der Reformation in vielfältiger Weise – so manches Mal auch in kuriosen Stilblüten begegneten (rote Luthersocken sind da noch harmlos zu nennen), sondern besonders auch das kulturelle und zeitgeschichtliche Erbe beeindruckten während der Fahrt die Teilnehmer.
Beginnend mit Eisleben, der Name wurde aufgrund der eisigen Wetterlage zum Programm, konnten wir direkt in das Leben von Martin Luther eintauchen.
Der anschließende Besuch und die Feier eines Gottesdienstes im nahegelegenen Zisterzienserkloster Helfta, ein wunderschönes Kleinod inmitten eines großen Industriegebietes, spiegelte gut die kirchliche Situation in der ostdeutschen Region wieder. Das sakrale und säkulare Spannungsfeld sollte uns im Verlauf der Fahrt noch häufiger begegnen.
Das aufstrebende Dresden, mit unendlichen Kunstschätzen und prachtvollen Bauten, angefangen von der Frauenkirche, über die Semper Oper, bis hin zu den Alleen und Elbwiesen, beeindruckte alle Teilnehmer. Zugleich machten die Kunstschätze im Grünen Gewölbe aber auch nachdenklich und erschlugen förmlich mit ihrer Pracht. Der anschließende Opernbesuch, gezeigt wurde Don Giovanni, griffen dieses Machtstreben in einer beeindruckenden Inszenierung wieder auf.
Der am folgenden Tag gefeierte Gottesdienst in der Dresdener Kathedrale mit Bischof em. Reinelt, Bischof Timmerevers und Bischof Bode, war der Auftakt für verschiedenste Begegnungen vor Ort.
In einem Gespräch mit Bischof em. Reinelt und Bischof Timmerevers wurde die zeitgeschichtliche und pastorale Situation beleuchtet. Besonders der persönliche Bericht von Bischof em. Reinelt, ein starker und beeindruckender Begleiter der Wende und der friedvollen Revolution in Dresden, führte in anrührender Weise die Zeit der DDR und der Wende ein.
Ebenso nachdenklich aber auch hoffnungsvoll stimmte uns der Erfahrungsaustausch mit Bischof Timmerevers und den Vertretern des Katholikenrates Dresden-Meißen, die einen Blick auf die besondere Diasporasituation (4 Katholiken, 16 Protestaten, 80 % ohne kirchliche Zugehörigkeit) ermöglichten. Auch unser Bistum verändert sich immer stärker hin zu einer säkularen Gesellschaft und so ist es gut und wichtig einen Blick auf die Regionen zu werfen, die schon seit vielen Jahren mit dieser Situation umzugehen versuchen. Im Bistum Dresden-Meißen wird ein Erkundungsprozess gegangen, der als Leitthema die Fragestellung in den Blick nimmt: Wie sind wir Kirche vor Ort und was ist der Auftrag Gottes an uns heute? Die daraus entstehenden regionalen Verantwortungsgemeinschaften richten ihren Blick noch einmal besonders auf kirchliche Einrichtungen, um von da aus einen christlichen Auftrag in eine religionsferne Gesellschaft zu vermitteln.
Die Weiterfahrt über Erfurt und Eisenach bis hin zum Besuch der Wartburg, ließen den Blick nicht nur auf Martin Luther richten, sondern brachten uns auch an die Wirkungsstätte der Heiligen Elisabeth.
Mit einem abschließenden Gottesdienst in Fröndenberg, die erste Pfarrstelle von Bischof Bode, wurde die Pastoralfahrt abgerundet.

Wir nehmen von dieser Fahrt nicht nur die vielfältigen Eindrücken von wundervollen Städten und einer landschaftlichen Vielfalt mit, sondern durften einen Schatz einsammeln, der von einem lebendigen Miteinander und bereichernden Begegnungen vor Ort gespeist wurde.

(Fotos von dieser Reise finden Sie unter der Rubrik "Bilder")


Frühjahrsvollversammlung 2017

Neue Mitglieder im Vorstand des Katholikenrates

Im Rahmen seiner diesjährigen Frühjahrsvollversammlung am 24./25.März in Oesede hat der Katholikenrat Nachwahlen für den Vorstand durchgeführt..
Als Nachfolger von Hans-Michael Lübbers, der aus Altersgründen ausschied, wurde Michael Engbers (KLJB) aus Börger zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Für zwei weitere, bisher vakante Vorstandsposten wurden Dr. Jutta Brockhage (SKF) aus Bersenbrück und Dr. Bernd Wagener aus Bremen gewählt.

Darüber hinaus befasste sich der Katholikenrat im Gespräch mit Bischof Dr. Bode und Jugendpfarrer Michael Franke mit Fragen der Jugendpastoral und im Gespräch mit Prof. Martin Jung mit Fragen des Reformationsgedenkens.


Abendgespräche "Zu Atem (ge-)kommen?"

Am 31. Januar und 9. Februar 2017 hatte der Katholikenrat zu zwei regionalen Abendgesprächen nach Osnabrück und Lingen eingeladen, die unter dem Thema standen "Zu Atem (ge-)kommen - wie kann das Jahr des Aufatmens weiter wirken?"
Mehr als 70 Personen aus Pfarrgemeinderäten und Verbänden sowie Interessierte waren dieser Einladung gefolgt. In ihrem Eingangsstatement ging die Seelsorgeamtsleiterin Dr. Daniela Engelhard auf die Erfahrungen mit dem Jahr des Aufatmens im Bistum Osnabrück ein und zeigte wie kreativ und vielseitig das Thema im Bistum aufgegriffen worden ist. Sie unterstrich auch die gesellschaftliche Bedeutung und die bleibende Relevanz des Themas (s. Vortrag von Frau Dr. Engelhard unter der Rubrik "Aktuelles"). Anschließend gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Gesprächsgruppen der Frage nach, wie das Thema künftig weiter im Blick bleiben kann. Sie befassten sich mit

- der Sitzungskultur und der Frage der Entscheidungsfindung in Gremien
- der biblischen Orientierung
- den sozial-diakonischen Herausforderungen und
- dem Ansatz der "Kirche der Beteiligung"

Die Ergebnisse dieser Gesprächsgruppen wurden anschließend im Plenum vorgestellt und erläutert (s. dazu die beigefügten Flipchart-Abschriften unter der Rubrik "Aktuelles").





"Herbstvollversammlung des Katholikenrates am 11./12. November in Lingen

Das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus zu Ehe und Familie, „Amoris laetitia“, ist im Rahmen der Herbstvollversammlung des Katholikenrates ausführlich beraten worden. Vorgestellt wurde es von Frau Dr. Kreidler-Kos.

Die Katholikenratsmitglieder zeigten sich beeindruckt von der ermutigenden Art und Weise, in der Papst Franziskus hier über Ehe und Familie spricht.
Eine pastorale Neuausrichtung erkennen sie in der viel diskutierten Frage des Kommunionempfangs für wiederverheiratete Geschiedene. Hier öffnet der Papst die Tür für seelsorgliche Wege, die individuelle Situationen der Betroffenen stärker berücksichtigen und eigenen Gewissensentscheidungen Raum geben. Damit stärkt er zugleich denen den Rücken, die diesen pastoralen Umgang schon lange praktizieren.
Aber nicht nur bezogen auf umstrittene Fragen ist das Schreiben von Bedeutung. Auch was die konkreten Aussagen zu Ehe und Familie betrifft, versteht es der Papst, die befreiende Botschaft vom Evangelium der Liebe sehr konkret und lebenspraktisch auf den Alltag der Menschen anzuwenden.
Deshalb sollte alles dafür getan werden, dass dieses Schreiben die Menschen erreicht und dass Gespräche dazu in Gemeinden und Verbänden stattfinden. Dazu sollte die Deutsche Bischofskonferenz möglichst bald entsprechende Hilfen und Materialien zur Verfügung stellen."